unterwegs bin ich mit einem folkeboot. 7,64m lang und 2,20m breit. diese wurden 1941 in skandinavien entworfen. damals ueblicherweise in holz hergestellt. die ersten glasfaserfolkeboote wurden 1976 produziert. meines ist 1977 bei lm varvet in daenemark entstanden und hat die baunummer 28. es ist somit 36 jahre alt.

unter deck links, also backbord vom niedergang befindet sich die kueche mit zweiflammigem spirituskocher. darunter allzweckschublade und faecher fuer toepfe, pfannen und geschirr. rechts, steuerbord, ein kleiner schrank, der als stauraum fuer werkzeug, handscheinwerfer und kamera dient. dann kommen die beiden kojen. die backbordkoje ist kartentisch, sozusagen arbeitsplatz und direkter zugriff auf die notwendigen klamotten des tages. die steuerbordkoje ist schlafstaette. ueber den kojen befinden sich die sogenannten schwalbennester. backbord mit radio, voltmeter und sicherungskasten. steuerbord die bibliothek. unter den kojen sind die dinge nach haeufigkeit des benutzens angeordnet. vorne beginnend mit espressokocher, hinten endend mit seenotsignalmitteln…. dazwischen elektroheizplatte, heizluefter und wasserkocher fuer den hafen, werkzeug, waschmittel, …
in der mitte die bilge, mein kuehlschrank, dort lagern die lebensmittel. viel nudeln, reis, brot.
vorne in der bugkoje staue ich meinen gennaker (grosses leichtwindsegel), mein kojenmittelpolster, dazugehoeriges lattenrost, kuchenbude (zelt fuer das cockpit), mein schlauchboot marke bombard ax mini, meinen kleiderschrank in sporttaschenform und die seekarten.
im stauraum darunter befindet sich eine 140 ah agm batterie. sie versorgt die positionslaternen (led), innenraumbeleuchtung (led), radio mit wasserdichten lautsprechen im innenraum und cockpit, funkgeraet, bilgenpumpe, ipad als kartenplotter und den inmarsat transponder fuer das livetracking.

 

 

draussen im cockpit in der backbordbackskiste staue ich die fender, den radarreflektor und weitere seenotsignalmittel fuer den sofortigen zugriff. in der steuerbordbackskiste befinden sich der hauptanker, ein plattenanker inklusive 30m leine mit 10m bleieinlage, der zweitanker, ein faltdraggen mit 20m leine und 4m kettenvorlauf, die puetz (wc), und das tauwerk fuer das festmachen an heckbojen (2x15m, grosser karabiner). ueber der achterlichen sitzbank befinden sich zwei schubladen. die eine enthaelt den taeglichen proviant die andere dinge, wie nebelhorn, handfunkgeraet, schaerenanker, usw. unter der sitzbank befinden sich ein tisch fuer das cockpit und 2x 12 liter benzinkanister + 1x 5 liter resevere. bei einem verbrauch von im mittel 1,2 liter pro stunde bei knapp 4,5 knoten fahrt ergibt sich somit eine reichweite unter motor von 108 seemeilen (ca. 200 km). motorisiert bin ich mit einem honda 5ps viertakt langschaft aussenborder.
als kartenplotter nutze ich ein ipad mit navionicsseekarten in einem wasserdichten case von andres industries welches auch eine dauerhafte, wasserdichte lademoeglichkeit bietet. am backbordschott montiert. am steuerbordschott klassisch und unverzichtbar der kompass.

 

 

unter segeln habe ich ein gross, 17qm, mit zwei eingenaehten reffreien bei 1,25m und 2,50m. ein lazy jack system verhindert, dass das segel waerend des bergens seitlich wegwehen kann und ersetzt eine dirk (leine, die verhindert, dass der baum waerdend des segelbergens ins cockpit faellt). eine fock, 7qm, mit senkrecht eingenaehten segellatten, da ich ein bartels rollfocksystem nutze. bei passendem leichtwind setze ich einen 27qm gennaker mit bergeschlauch. ein fockausbaumer ist ebenfalls an deck. diesen zweckentfremde ich bei leichten achterlichen winden auch zum ausbaumen des gennakers. ersatzsegel habe ich nicht dabei.

und wie sieht der alltag aus?
das gibt’s im naechsten post ; )